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Jetzt mal unter uns … von Dora Heldt
Dora Heldt

Jetzt mal unter uns …

Im Grunde ist alles ganz einfach
Warum wirft man dauernd die falschen Sachen weg? Wie fühlen Frauen sich im Baumarkt? War früher wirklich alles besser? Es gibt vieles, was Frauen Tag für Tag beschäftigt, wundert, ärgert oder auch schmunzeln lässt. Ein Glück, dass Dora Heldt das herrlich selbstironisch, lebensnah und voller Leichtigkeit in Worte fassen kann. Ob es um den überraschenden Elternbesuch geht, schwarze Strickjacken, laut telefonierende Männer im Supermarkt, die Logistik bei Silvesterritualen oder den Kauf von Sportschuhen nach zig Jahren Sportabstinenz: Die Erfolgsautorin spricht in ihren Kolumnen Frauen wirklich aus der Seele.
Euro
224 Seiten
ISBN 978-3-423-21509-1
Mai 2014

Christopher Clark: Die Schlafwandler

Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog.

Deutsche Verlagsanstalt, München 2013 –  39,99 €

Das neue Buch des australischen Historikers Christoper Clark weckt zunächst einmal hohe Erwartungen. Bereits 2007 hatte er mit seinem Buch über Preußen einen Bestseller vorgelegt und als einziger nicht-deutschsprachiger Wissenschaftler den „Preis des historischen Kollegs“ erhalten.

Andererseits könnte das Interesse am Ersten Weltkrieg nach 100 Jahren längst verschüttet oder zumindest doch vom Zweiten Weltkrieg überlagert sein. Warum also sich erneut mit der oft so genannten „Urkatastrophe“ oder dem „komplexesten Ereignis der Weltgeschichte“ beschäftigen – abgesehen davon, dass sich die Ereignisse in diesen Tagen zum hundertsten Mal jähren?

Tatsächlich gehört es zu den besonderen Stärken dieses Buches, dass uns der in Cambridge lehrende Historiker auf die aktuellen Bezüge der geschichtlichen Ereignisse vor 100 Jahren hinweist. Dazu gehören zum Beispiel die Balkankriege der 90er Jahre, der 11. September 2001 und die noch nicht ausgestandene Euro-Krise unserer Tage. Clark argumentiert, dass gerade die Umbrüche, die wir selbst in den letzten 20 bis 30 Jahren erlebt haben, uns einen neuen Blick auf die Geschichte eröffnen. Es ist also im Hinblick auf diese aktuellen Fragen spannend, sich von Christopher Clark auf über 700 Seiten die Vorgeschichte des Krieges neu erzählen zu lassen.

Viele und insbesondere auch bisher unbekannte Archivquellen werden hier ausgewertet. So werden uns die konträren Absichten, die damaligen Mentalitäten und schließlich auch die tragischen Fehlurteile der damaligen Entscheidungsträger vor Augen geführt. Der Titel des Buches „Die Schlafwandler“ versteht sich als Metapher. Anhand vieler Quellen zeigt Clarks Darstellung das „Hineintaumeln“ der damaligen Eliten in eine Katastrophe, deren verheerende Auswirkungen die meisten Entscheidungsträger mit ihrer je eigenen Erfahrungs- und Weltsicht damals nicht abzuschätzen vermochten.

Und dennoch zeigt auch diese Studie auf, dass es durchaus schon vor 100 Jahren auf allen Seiten der sich gegenüber stehenden Mächte nicht nur Kriegstreiber gab, sondern auch hellsichtige und warnende Stimmen. Sogar bis ganz kurz vor Kriegsausbruch wurde der Versuch des Ausgleichs unternommen. Auch dies ist beeindruckend und lehrreich aus unserer heutigen Sicht zu lesen.

Die bisher allgemein gültige These von der Hauptverantwortlichkeit Deutschlands am Kriegsausbruch wird in diesem Buch ebenso infrage gestellt wie die oft vertretene These von der Zwangsläufigkeit des Kriegseintritts. Tatsächlich fehlte damals eine den beiden Bündnissystemen übergeordnete Problemlösungsinstanz und es fehlten die erforderlichen Entscheidungsstrukturen, um eine politische Konfliktlösung zu finden.

Eine supranationale Entscheidungsinstanz – wie wir sie aktuell mit der Europäischen Union inzwischen haben – ist eben erst sehr viel später entstanden und nicht zuletzt, weil Menschen eben doch aus der Geschichte gelernt haben. Zumindest wird uns die friedenssichernde Aufgabe der Europäischen Union vor Augen geführt. Schon deshalb ist die Lektüre von Christopher Clarks neuem Buch nicht nur erkenntnisreich, sondern gerade mit Blick auf die immer aktuelle Aufgabe der Friedenssicherung auch ermutigend. Und insofern dringend zu empfehlen!

Videotrailer zum Buch ansehen

Interview mit Christopher Clark ansehen

Sticky: Hannes Nygaard liest: Schattenbombe

25. April 2014 – 20.00 Uhr, Restaurant Blechnapf in der Papierfabrik

Der Nordstrander Autor Hannes Nygaard ist vielen bereits als Autor mehrerer „Küstenkrimis“ bekannt.

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Am 25. April liest Hannes Nygaard aus seinem soeben erschienenen Krimi „Schattenbombe“
Das Lokalkolorit spielt dabei für alle, die diese Art von Krimi lieben, eine entscheidende Rolle.
Es ist, als ob man dabei gewesen wäre, viele der in den Krimis beschriebenen Orte kommen einem bekannt vor…

Wir haben die Veranstaltung ins Obergeschoss des Restaurants „Blechnapf“ in der Gartenstraße gelegt. So besteht vor und nach der Veranstaltung Gelegenheit zu einem kleinen Imbiß im Erdgeschoss; zur Begrüßung erhalten alle Gäste ein Getränk ihrer Wahl aus der Tageskarte.
Damit sollte ein passendes Ambiente für die Lesung vorhanden sein, so dass sich alle rundum wohl fühlen können – die Veranstaltung ist schließlich eine „Guten-abend-Initiative“ der Buchhandlung Lübbert.

Wir laden dazu herzlich ein.

Kartenvorverkauf bei Buchhandlung Lübbert und in der Hieronymus-Buchhandlung oder hier online reservieren unter Veranstaltungen.

Hannes Nygards soeben erschienener Krimi

Natürlich erhalten Sie den Krimi bei uns in der Buchhandlung oder Sie bestellen ihn hier online.

Förderschüler als gekonnte Vorleser

Aus: SHZ – HC v. 14.3.2014 von Klaus Merz
In der Stadtbücherei fand gestern der Regionalentscheid der 6. Klassen statt

Neumünster Zwölf Mädchen und Jungen der 6. Klassen, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben und allesamt Sieger ihrer Schulen waren, trafen sich gestern zum Regionalentscheid Schleswig-Holstein Süd in der Stadtbücherei. Dort wurde der Sieger im Vorlesewettbewerb 2012/13 ermittelt. Die Kinder kamen aus den Kreisen Segeberg, Neumünster, Steinburg und Pinneberg.

Seit 1959 veranstaltet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Wettbewerb in mehreren Kategorien, in diesem Jahr unter dem Thema: „Seitenforscher“.

Vor einer Jury und einem Publikum aus Eltern und Geschwistern saßen die Förderschüler auf einem erhöhten Podest und lasen zwischen drei und fünf Minuten aus einem selbst gewählten Kinderbuch. Das Lampenfieber war ihnen allen anzumerken. Aber die daraus resultierenden Versprecher gingen nicht in die Wertung ein.

Schon seit mehreren Jahren, fast schon traditionell, lesen die meisten Jungen aus „Die drei Fragezeichen“ und die Mädchen Pferdegeschichten. Aber auch Werwölfe und die Liebe waren in diesem Jahr Themen.

Bewertet wurden von einer Jury, bestehend aus Jaqueline Trende (Vorjahressiegerin), Jan Willem Bülk (Buchhändler), Christel Schnoor (Leseinitiative Nele) sowie Fiona Wallmann und Dagmar Schmiedek (beide Sonderschullehrerinnen), Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl.

Nachdem alle ihren Vortrag absolviert hatten, gab es eine Stärkung für Aktive und Familien. In der Zwischenzeit tagte die Jury, um den Sieger zu küren. „Wir waren schnell einer Meinung“, sagte Jan-Willem Bülk. Enya Papendick von der Uetersener Geschwister-Scholl-Schule war die Beste. Sie erhielt einen Büchergutschein und darf am 8. Mai beim Landesentscheid in Kiel starten.

Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und ein Buch sowie eine Lese-Überraschungstüte von der Buchhandlung Lübbert.

Aus Neumünster ging nur Viktoria Hünnekens-Garcia von der Gemeinschaftsschule Brachenfeld an den Start. Für die Top-Platzierung hat es bei ihr leider nicht gereicht.

Wir bauen für Sie um!

Die Hieronymus-Buchhandlung erhält ein neues Gesicht!

Ab Ende August 2013 wird es am Kuhberg 9 eine Baustelle geben. Aber keine Sorge, der Verkauf geht wie gewohnt weiter.

Die Buchhandlung Hieronymus bekommt über die gesamte Ladenfront eine neue, moderne und freundliche Fassade. Die Schaufenster werden vergrößert und erneuert und mit wärmedämmenden Scheiben ausgestattet. Auf der Rückseite des Hauses wird eine Wärmedämmung angebracht und danach wird sich auch im Innern des Geschäfts einiges verändern.

Leider wird sich eine Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebes durch die Bauarbeiten nicht immer verhindern lassen, wir bitten Sie dafür um Verständnis – danach werden Sie uns noch viel lieber besuchen und das neue Ambiente genießen!

KLEINE FILIALISTEN

Überschaubar bleiben und wachsen

VON STEFAN HAUCK

Fast unbemerkt hat in den vergangenen Jahren neben der Expansion der Großfilialisten ein »kleiner« Konzentrationsprozess begonnen.
Buchhandlungen mit 8o bis 150 Quadratmeter Verkaufsfläche, deren Inhaber altersbedingt oder aus wirtschaftlichen Gründen aufhören, werden von anderen kleinen Sortimenten übernommen. Nicht über Hunderte von Kilometern entfernt, sondern in einem Radius, den man früher fußläufig als »Tagesreise« bezeichnet hat.

Die Minifilialisten können Synergien erzielen wie bessere Einkaufskonditionen, Disponierung der Mitarbeiter in Stoßzeiten und Krankheitsfällen, sie brauchen nur eine Buchhaltung, EDV, Steuerprüfung, Homepage.
Die Schaufenster-und Ladendekorationen können wandern, die Ideen der Mitarbeiter auch. Der entscheidende Vorteil gegenüber Großfilialisten: Die Kleinen kennen ihre Region genau, oft sind die Inhaber dort aufgewachsen und wissen, wie die Leute »ticken«. Um ein Bild zu finden: Der Bäcker, der im Taunus die traditionellen »Wasserweck« knusprig zu backen versteht, wird von Einheimischen oft bevorzugt wegen der kleinen Eigenheit, die die Ketten gar nicht kennen.

Der Buchhändler, der die Kulturklaviatur im Ort zu spielen weiß, wird als »einer von uns« angesehen. Er beherrscht regionale Netzwerke, die Ketten nur mit lange nicht wechselnden Filialleitern schaffen können. In Zeiten, in denen Bücher überall online erhältlich sind, wird die Persönlichkeit des stationären Buchhändlers
und seine Präsenz im Leben vor Ort zum Erfolgsfaktor.

Die lokale Identität wird auch dann gestärkt, wenn die alten Namen der Buchhandlungen beibehalten werden: Man kennt sich. Da gehört der Buy-local-Gedanke ganz selbstverständlich dazu. Die kleinen Sortimente gehen so kleine, folgerichtige Schritte, mit denen sie den Ketten Paroli bieten. Lokal statt global, überschaubar statt riesig, persönlich statt anonym und letztlich recht erfolgreich.